Gassigehen und Gesundheit: Bewegung im Alltag

BMPHARMA Redaktion
3 Min. Lesezeit
Gassigehen und Gesundheit: Bewegung im Alltag

Ein Hund gibt dem Tag einen verlässlichen Anlass, nach draußen zu gehen. Die greifbarste Chance für die eigene Gesundheit ist regelmäßige Bewegung; die Gesellschaft des Tieres gehört zum gemeinsamen Alltag. Gestalten Sie Ihre gemeinsame Routine danach, was Sie gern zusammen machen und ob die Verantwortung zu Ihrem Leben passt.

Was Studien zeigen können

Eine schwedische Studie mit mehr als 3,4 Millionen Erwachsenen fand einen Zusammenhang zwischen Hundehaltung und geringerer Sterblichkeit. Als Beobachtungsstudie beweist sie jedoch nicht, dass die Anschaffung eines Hundes das Leben verlängert. Bewegung, Lebensumstände und Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Hund können das Ergebnis beeinflussen. Daraus lässt sich keine Empfehlung zur Adoption als Gesundheitsmaßnahme ableiten. [1]

Zügiges Gehen kann zur wöchentlichen Bewegung beitragen. Auch kurze Spaziergänge eignen sich für den Einstieg. Bei zügigem Tempo können Sie noch sprechen, während Singen schwerer fällt. [2]

Zwei Bedürfnisse in einer Routine

Ihr Trainingsplan und die Bedürfnisse Ihres Hundes sind nicht immer identisch. Eine langsame Runde mit vielen Schnüffelpausen kann für das Tier wertvoll sein, ohne für Sie ein durchgehend zügiger Spaziergang zu werden. Lassen Sie diese Runde ihren eigenen Zweck erfüllen. Ihre zusätzliche Bewegung können Sie getrennt planen, statt den Hund für ein Trainingsziel anzutreiben.

  • Wählen Sie eine vertraute, gut machbare Strecke für volle Tage und eine zweite für Tage mit mehr Zeit.
  • Bewahren Sie Leine, bequeme Schuhe und passende Kleidung zusammen auf. Das erleichtert den Start.
  • Klären Sie, wer einspringt, wenn Arbeit, Krankheit oder Reisen die gewohnte Betreuung verhindern.
  • Besprechen Sie mit der Tierarztpraxis, welche Belastung zu Alter, Gesundheit und Rasse passt. Eine feste tägliche Dauer eignet sich nicht für alle Hunde.

Beginnen Sie mit einer Runde, die Sie regelmäßig schaffen. Nach einer längeren Bewegungspause ist ein machbarer Einstieg hilfreicher als ein ehrgeiziger Plan, den Sie nach drei Tagen aufgeben. Achten Sie zunächst auf Wohlbefinden und Regelmäßigkeit, bevor Sie Tempo oder Strecke steigern.

So bleibt das Gassigehen angenehm

Bei einer Runde bleibt vielleicht das Handy in der Tasche, bei einer anderen treffen Sie Bekannte, und manchmal geht es einfach darum, dem Hund Zeit draußen zu geben. Wählen Sie die Art von Spaziergang, die zum jeweiligen Tag passt.

An schwierigen Tagen darf Ihr persönlicher Trainingsanspruch kleiner werden; die Versorgung des Hundes muss trotzdem gesichert sein. Erschweren Mobilität, Wetter oder das Verhalten des Tieres einen sicheren Spaziergang, suchen Sie passende Unterstützung, statt eine ungeeignete Strecke zu erzwingen.

Passt ein Hund wirklich zu Ihrem Leben?

Denken Sie vor einer Adoption an Betreuungskosten, Wohnsituation, Allergien, Zeit und Vertretung. Ein Hund bedeutet langfristige Verantwortung. Auch ohne eigenes Tier können Sie regelmäßig allein oder mit einer vertrauten Person spazieren gehen. Wählen Sie Strecke und Tempo passend zu Ihrem Haushalt und Ihren Alltagsplänen.

Mehr zur Alltagsgestaltung finden Sie in unserem Ratgeber zu täglichen Gewohnheiten und Vitalität.

Quellen

  1. Mubanga et al. (2017): Dog ownership and cardiovascular outcomes
  2. NHS: Walking for health

Redaktion: Bio Medical Pharma Editorial. Quellen geprüft am 6. September 2026. Allgemeine Informationen; keine individuelle medizinische Beratung.