Selbstakzeptanz: Gelassener mit Perfektionismus umgehen

BMPHARMA Redaktion
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Selbstakzeptanz: Gelassener mit Perfektionismus umgehen

Selbstakzeptanz bedeutet, sich mit grundlegendem Respekt zu begegnen und trotzdem dazuzulernen. Dafür müssen Sie weder jedes Detail Ihres Aussehens mögen noch täglich selbstbewusst sein. Ein guter Anfang ist, aus einer unerledigten Aufgabe, einem ungeschickten Gespräch oder einem unvorteilhaften Foto kein Urteil über Ihren gesamten Wert zu machen.

Wann hohe Ansprüche belasten

Etwas gut machen zu wollen, ist nicht das Problem. Das Centre for Clinical Interventions beschreibt ein schwierigeres Muster: sehr hohe Anforderungen, einen stark davon abhängigen Selbstwert und das Festhalten daran trotz negativer Folgen. Seine Materialien helfen, Ansprüche flexibler zu gestalten, ohne Ehrgeiz grundsätzlich aufzugeben. [1]

Beobachten Sie, was nach einem Rückschlag passiert. Können Sie Ihren Plan anpassen, oder erscheint Ihnen nach einem ausgefallenen Training die ganze Woche wertlos? Ein Plan lässt sich verändern. Ein Urteil wie „Ich scheitere immer“ zeigt dagegen keinen konkreten nächsten Schritt.

Beschreiben Sie genauer, was passiert ist

Schreiben Sie bei einer alltäglichen Situation mit geringen Folgen zunächst auf, was tatsächlich passiert ist. „Ich habe heute nicht gekocht, weil ich lange gearbeitet habe“ ist genauer als „Ich kann nicht für mich sorgen“. Der nächste Schritt könnte ein unkompliziertes Vorratsgericht sein, statt eines noch strengeren Speiseplans.

Der NHS empfiehlt, negative Überzeugungen zu erkennen und nach Gegenbelegen zu suchen. Dazu gehören auch ein Blick auf die eigenen Stärken und ein freundlicherer Umgang mit sich selbst. [2]

Ein Beispiel: „Mit der Präsentation war ich unzufrieden. Den Hauptpunkt habe ich erklärt, einmal den Faden verloren und den Schluss kann ich beim nächsten Mal üben.“ Dieser Satz lässt Enttäuschung und Verbesserung zu, ohne die Präsentation zum Maßstab Ihres Wertes zu machen.

Lassen Sie gewöhnliche Tage zu

Wählen Sie eine Aufgabe mit geringen Folgen und definieren Sie vorher, wann sie fertig ist. Eine Nachricht zur Verabredung braucht etwa Zeit und Ort, aber keinen besonders unterhaltsamen Einstieg. Beobachten Sie anschließend, wie viel zusätzliches Überarbeiten Sie normalerweise einbauen.

Halten Sie dieses Experiment klein. Medikamente, Autofahren, finanzielle Entscheidungen und andere Aufgaben, bei denen Genauigkeit Menschen schützt, eignen sich nicht dafür. Es geht um unnötigen Alltagsdruck, nicht um den Verzicht auf angemessene Sorgfalt.

Geben Sie dem Aussehen weniger Raum

Sie dürfen Hautpflege, Kleidung oder Bewegung mögen, ohne sich ständig als Verbesserungsprojekt zu betrachten. Planen Sie eine Aktivität, weil sie Ihnen etwas bedeutet: Freunde treffen, ein Rezept ausprobieren, lesen oder rausgehen. Prüfen Sie, ob Ihr Social-Media-Feed auch Interessen jenseits von Aussehen und Produktivität zeigt. Ein Konto stummzuschalten ist eine Entscheidung über Ihre Aufmerksamkeit und keine weitere Prüfung.

Wann Unterstützung sinnvoll ist

Wenn Selbstkritik den Alltag, Beziehungen oder die Stimmung dauerhaft beeinträchtigt, kann professionelle Unterstützung helfen. Gesprächstherapien können bei länger anhaltendem niedrigem Selbstwert sinnvoll sein. [2] Ein Nahrungsergänzungsmittel oder eine Pflegeroutine ersetzt diese Hilfe nicht.

Weitere Anregungen bietet unser Ratgeber zum Umgang mit Stress. Sie müssen nicht jede Idee umsetzen. Wählen Sie eine, die heute zu Ihnen passt.

Quellen

  1. Centre for Clinical Interventions: Perfectionism
  2. NHS: Raising low self-esteem

Redaktion: Bio Medical Pharma Editorial. Quellen geprüft am 6. September 2026. Allgemeine Informationen; keine individuelle medizinische Beratung.